Das USC-Team besteht normalerweise aus zehn Mann. Derart herausragende Einzelspieler wie bei anderen Teams gibt es keine, lediglich Sebastian Riedel ragt aus dem geschlossenen Team etwas heraus. Er führt das Team bei Punkten, Rebounds und Effektivität an.
Doch der Kapitän war am Samstag in Mainz nicht mit von der Partie. Ebenso fehlten die erkrankten Lukas Bosse und Fabian Ristau, bei denen Coach Paul Kempf gehofft hatte, dass sie rechtzeitig wieder gesund würden.
Matthias Schwendemann wird aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung mindestens drei Wochen ausfallen. Der fünfte Spieler, der beim USC nicht mit dabei sein konnte, war Florian Becker, der berufliche Verpflichtungen hatte.
Damit hieß es für den USC: „Schlechte Karten – ohne Fünf.“ Die logischen Ersatzspieler aus der zweiten Mannschaft Sascha Bozic und Ruben Lürken fielen ebenso aus, da sie mit ihren Damenteams als Trainer zeitgleich im Einsatz waren.
Kurzfristig wurde daher Maximilian Mauthe, ebenfalls aus der Herren 2 für sein Regionalliga-Debüt lizensiert. Zusätzlich musste auch Trainer Paul Kempf die Schuhe schnüren, damit zumindest sieben Akteure die Reise nach Mainz antreten konnten.
„Da Jan Wiedenbach (Knie) und Max Wendt (Fuß) ebenfalls angeschlagen sind, müssen wir zumindest sieben Mann dabei haben um keine Verletzung durch Überlastung bei den beiden zu riskieren.“, erklärte der Kurzzeit-Spielertrainer seine Maßnahme vor dem Spiel.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Der USC begann mit Uli Mönch, Constantin Herdrich, Max Wendt, Felix Winterhalder und Jan Wiedenbach die Partie. Man verlegte sich auf eine Zonenverteidigung und versuchte Mainz zu Würfen von außen zu zwingen. Dies ging bedingt auf, die Hausherren warfen zunächst mit mäßigem Erfolg von jenseits der Dreierlinie. Bis zur Halbzeitpause pendelte der Vorsprung des ASC zwischen acht und 13 Punkten (Halbzeit 44:32).
Der USC hatte große Probleme in Angriff und leistete sich viele Ballverluste. Bis zum Ende des dritten Viertel schien das Ergebnis in einigermaßen ordentlichen Bahnen zu verlaufen (69:47), doch im letzten Abschnitt brach die erschöpfte USC-Fünf gegen körperlich überlegene Mainzer ein, auch bedingt durch eine furiose Trefferserie der Rheinhessen von 9 erfolgreichen Abschlüssen in Serie. Zumindest erleichtert, keine weiteren Verletzungen davongetragen zu haben, musste sich das USC-Team seinem Schicksal fügen und mit 58:103 die höchste Saisonniederlage einstecken.
Bester Werfer beim USC war Uli Mönch mit 25 Punkten.
Es bleibt zu hoffen, dass die gesunden USC-Spieler dieses Muster ohne Wert schnell abhaken können und am kommenden Wochenende wieder auf die Unterstützung von zumindest vier fehlenden Teamkollegen zählen können. Denn dann kommt es zum wichtigen badischen Derby gegen den USC Heidelberg. Ein Spiel, das die Freiburger unbedingt gewinnen wollen um den Vorsprung auf Shopping-Meister Schwenningen, die mit zwei weiteren Zugängen gegen Speyer verloren haben zu erhalten oder auszubauen. Auch Trier konnte mit einem Sieg gegen Karlsruhe den Anschluss zu Platz 12 wiederherstellen.